Dafür setzen wir uns unter anderem ein:

 

Dürren, Starkregen, Stürme sind Wetterphänomene, die uns zunehmend begleiten werden. Die Klimakrise ist längst da und wird die Menschen auf der Erde vor nie da gewesene Probleme stellen. Wasser wird knapp und unsere Eifelwälder sterben leise vor sich hin. Die Lippenbekenntnisse, die dann nicht eingehalten werden, bringen uns nicht weiter. Umweltbewegungen wie Fridays for Future fordern zu recht eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird. Klimaschutz fängt im Kopf und vor der Haustür an. Daher fordern wir, dass die Stadt Schleiden ihr Klimaschutzkonzept fortschreibt und Klimaschutzmaßnahmen effizient und effektiv umsetzt. Die Erzeugung und Nutzung von regenerativer Energie ist auch vor Ort ein wirksames Mittel, dem Klimawandel abzumildern und der drohenden Klimakatastrophe zu entgehen. Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft - allein schon, weil fossile Energieträger zur Neige gehen und das Verbrennen von Erdöl, Kohle oder Gas enorme Umweltschäden verursacht. Für die Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht gibt es in Schleiden noch große Potenziale. Wir fordern daher die Auflage eines 1000-Dächer-Programms zur Förderung von Photovoltaikanlagen, um bislang ungenutzte Dachflächen für die Erzeugung von sauberer Energie zu mobilisieren.

 

 

Der motorisierte Individualverkehr verursacht derzeit auch in der Stadt Schleiden den größten Energieverbrauch, Tendenz steigend. Die Alternative hierzu kann nur eine klimaschonende Nahmobilität sein. Die Taktverdichtung der Buslinie Kall- Hellenthal und die Einführung des TaxiBusPlus sind hierfür gute Ansätze. Letztendlich braucht es aber mehr für eine intelligente und moderne Mobilität. Wir setzen uns für die Reaktivierung der Bahnstrecke Kall-Hellenthal ein. Kombiniert mit Mobilitätsstationen als Verknüpfungspunkt zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern kann hierdurch eine den Ansprüchen gerecht werdende Nahmobilität erreicht werden. Im Zeitalter der E-Bikes sind die Eifelberge kein großes Hindernis mehr. E-Bike- und Lade-Stationen können dazu beitragen, dass Schleiden eine fahrradfreundliche Stadt wird. Damit Radfahren auch attraktiv wird, setzen wir uns für einen Ausbau und die Verbesserung des Radwegenetzes ein, damit Radfahren nicht nur Spaß macht, sondern auch im Alltag ein sicheres Verkehrsmittel ist.

 

Der Rückgang der Artenvielfalt stellt eine Gefährdung der Biodiversität in unserem Lebensraum dar. Insbesondere das zunehmende Insektensterben kann schwerwiegende Konsequenzen für unser Ökosystem haben, denn mehr als 60 Prozent aller bekannten Tierarten sind Insekten. Sie bilden das breite Nahrungsfundament für viele Amphibien, Reptilien, Fische und Vögel. Und auch für den Menschen haben sie eine existenzielle Funktion: Sie bestäuben Obst, Gemüse und Futterpflanzen. Die größte Ursache des Arten- und Insektensterbens ist der Verlust von Lebensraum durch intensive Landwirtschaft, die zunehmende Versiegelung, sowie der Einsatz chemischer Schadstoffe. Einen Ausweg aus dieser Sackgasse stellt nur ein schonender und nachhaltiger Umgang mit Natur- und Landschaft dar. Biologische Landwirtschaft, der Erhalt vielfältiger Landschaft mit Hecken, Wald und Feldgehölzen und die Entsiegelung von Flächen können den Arten wieder den Lebensraum geben, den sie brauchen. Wir setzen uns für den Erhalt und Ausbau von naturnahen Lebensräumen ein. Hierfür fordern wir die Anlage von Blühsäumen auf öffentlichen Grünflächen, an Straßen- und Wegerändern und auf beackerten Flächen, die der Stadt gehören.

 

 

Unsere Ortschaften sind liebens- und lebenswert und machen unsere Identität hier in Schleiden aus. Die Eigenart und Einmaligkeit dieser Orte gilt es zu erhalten und zu entwickeln. Wie wollen wir in unserer Heimatstadt zukünftig leben und wie wollen wir sie mit ihren 18 Orten zukunftsfähig entwickeln? Hierfür bedarf es viel Engagement in den Dorfgemeinschaften, den Vereinen, aber auch in der Verwaltung. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt Schleiden im Rahmen der Dorferneuerung die Dorfgemeinschaften unterstützt. Ein neues Dorfhaus oder ein neu gestalteter Dorfplatz sind wichtige Treffpunkte und für das soziale Leben im Ort unerlässlich. Aber auch unsere Kernstädte Schleiden und Gemünd brauchen unsere Unterstützung, damit sie vital und attraktiv bleiben. Ein gezieltes Leerstandsmanagement, eine bessere Online-Vermarktung der Einzelhändler und Gastronomen und den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sind für uns die wichtigsten Ziele. Hier müssen die Wirtschaftsförderung und die Stadtplanung der Stadt Schleiden ansetzen und gemeinsam mit den Gewerbetreibenden und den Bürgern Konzepte erarbeiten und umsetzen.

 

 

Unsere Eifellandschaft ist schön und wird in Zeiten des Homeoffice auch als Arbeitsplatz immer attraktiver. Leben, wo andere Urlaub machen, kann die interessante Alternative für stadtmüde Menschen sein. Hierfür brauchen wir eine Willkommenskultur, die neue Bürgerinnen und Bürger in unsere Gesellschaft und die Dorfgemeinschaften integrieren. Mit Sonntagsreden ist da allerdings nicht viel getan. Was wir in Schleiden brauchen, ist ein aktives Willkommensmanagement. Neue Bürgerinnen und Bürger müssen seitens der Verwaltung konkret angesprochen, informiert und eingeladen werden mitzutun, damit die Chance einer echten Integration besteht. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel ist es für unsere Orte und unsere Gemeinschaften wichtig, dass auch wieder junge Menschen und Familien den Weg in die Eifel finden. Bunt und vielfältig soll unsere Gesellschaft sein, damit die Eifel weiterhin lebens- und liebenswert bleibt. Hierfür machen wir uns stark.

 

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