Unsere Spitzenkandidat*innen

 

-Mitglied der Grünen

-Mutter einer erwachsenen Tochter

-wohnt in Gemünd auf dem Salzberg

- Bürokauffrau

-lange tätig im Nationalparktor in Gemünd

 

Meine Gedanken und Vorstellungen zu den politischen Zielen und Aufgaben der Grünen für die kommende Arbeit im Schleidener Rat...

 

... als Nationalparkhauptstadt haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, um das uns andere Kommunen beneiden! Tourismus und Naturschutz müssen keine Gegensätze sein. Schleiden hat die einmalige Chance, zusammen mit den Nationalparkverantwortlichen einen nachhaltigen und ökologischen Tourismus zu fördern, der uns ganz deutlich von anderen Gemeinden abhebt. Vieles ist schon auf den Weg gebracht, aber der Weg muss weiterverfolgt werden, denn der nachhaltige und ökologische Tourismus wird der der Tourismus der Zukunft sein!

 

... die Schaffung und der Erhalt von lebens- (und liebens-) werten Lebensbedingungen für die Bürger und potentiellen Neubürger von Schleiden, Gemünd und den Höhenorten! Wir wohnen dort, wo andere Menschen Urlaub machen, sind von einer wunderbaren Landschaft umgeben und haben uns noch das herzliche Miteinander und die gute Nachbarschaft im Zusammenleben bewahrt. Gründe genug, um sich als junge Familie oder als frischgebackener Ruheständler in Schleiden und Umgebung niederzulassen. Wir müssen unsere Infrastruktur pflegen und ausbauen (Einkaufen, Schulen, ÖPNV, gesundheitliche Versorgung usw.). Die Arbeitsbedingungen der Zukunft werden, wie wir ja bereits jetzt während der Corona Pandemie sehen, andere sein und nicht immer unbedingt die direkte Anbindung an Großstädte bedingen. Auch eine Chance für die Gemeinden außerhalb der Ballungsgebiete.

 

... wir haben ein vielschichtiges und gutes Angebot an Schulen und werden, so schrecklich und traurig der Großbrand am städtischen Gymnasium war, mit dem Neubau ein konkurrenzfähiges und modernes Gymnasium bekommen. Zusammen mit der städtischen Realschule, den Grundschulen mit OGS und den Kindergärten bieten wir so gemeinsam mit den Nachbarkommunen ein zukunftsträchtiges Schulsystem. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Schleiden auch weiterhin als Schulstadt gilt und allen Kindern jeden Alters Bildung und Betreuung bieten kann.

 

... in Nordrhein Westfalen gehen im langjährigen Mittel täglich rund 10 Hektar wertvolle Natur- und Freifläche verloren. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt inzwischen bereits einen Anteil von rund 23,5% an der gesamten Landesfläche ein. Das bedeutet einen unumkehrbaren Verlust von Naturflächen und Böden - die Auswirkungen auf Klima und Landschaft ist gravierend. Auch in kleinen Kommunen muss deshalb auf ein sinnvolles Ansiedlungsmanagement geachtet werden. Wir Grüne möchten keine Ausweisung von großflächigen Neubaugebieten und Flächenversiegelung mehr, sondern unterstützen das sinnvolle Nutzen von Baulücken und aktives Eingreifen der Verwaltung in Bauflächenplanungen. Der Verbrauch an Fläche sollte in den nächsten Jahren extrem eingeschränkt werden und da wo es nötig ist, muss auf entsprechende Entsiegelung geachtet werden.

 

... Artenvielfalt und Biodiversität wo immer es geht schaffen und erhalten, d.h. dass es Pflege- und Entwicklungspläne des städtischen Bauhofes geben sollte um naturschutzfachliche Maßnahmen zu definieren. Die Bereiche sind Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, Arten- und Biotopschutz. Dabei kann es sich um das Aufhängen von Fledermausnistkästen handeln, die Einhaltung eines Schnittzeitpunktes auf einer extensiven Wiese oder spezielle Landschaftspflegemaßnahmen, wie Freistellungen oder Heckenpflege, Grün- und Blühstreifen wo möglich und vieles mehr.   

 

... die demographische Entwicklung zeigt es, wir werden immer älter und das auch noch gesünder! Manch einer möchte nach der Lebensphase „Arbeit“ einen ganz anderen Lebensentwurf ausprobieren. Das Haus zu groß, die Kinder aus dem Haus, Ballast abwerfen und naturnah und ökologisch leben. Bei vielen Singles oder Ehepaaren, aber auch bei jungen Menschen ist der Trend zum Minihaus, Mobilheim oder auch Tiny House als Möglichkeit für eine alternative und ökologische Lebensform erkennbar. Nur ist in Deutschland auch für solch ein Minihaus ein voll erschlossenes Baugrundstück vorgeschrieben. Das stellt viele Interessenten vor Probleme. Wenn die Stadt eine erschlossene Fläche für interessierte potentielle Minihausbesitzer zur Verfügung stellen würde, wäre der Flächenverbrauch pro Tiny House geringer und böte einer Gemeinschaft von Minihausbesitzern die ideale Plattform für eine alternative Wohnform. Der Nationalpark und unsere wunderschöne Umgebung sind ein großer Anziehungspunkt für eine solche Wohnform, die in anderen landschaftlich reizvollen Gebieten, wie z. B. im Fichtelgebirge, großen Zuspruch findet.

 

... regionale Vermarktung und Stärkung der örtlichen Gewerbetreibenden. Das ist die große Aufgabe der nächsten Jahre! Hiesige Produkte mit Hilfe einer digitalen Plattform vermarkten, wer regional und nah einkaufen möchte, kann dort aussuchen, bestellen und womöglich an einer zentralen Stelle abholen. Das gilt vor allem für landwirtschaftliche Produkte, da die Zahl der Direktvermarkter und Hofläden in unserem Stadtgebiet leider nicht sehr groß ist und auch der Wochenmarkt, z. B. in Gemünd leider nicht alles an Produkten bietet.

 

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass in Gemünd endlich ein Nahversorger entsteht. Ich hoffe, dass die städtische Initiative, neue Grundstücke zu erwerben, Erfolg hat, damit das Ziel eines erweiterten Handelsangebotes erreicht werden kann. Denn Eigentum verpflichtet.

Wenn dies nicht gelingen sollte, halte ich zum Beispiel die genossenschaftliche Gründung eines Nahversorgers in Form eines "Unverpackt-Ladens" für möglich und sinnvoll. Damit erweitern wir unser Angebot in der Stadt und tun dabei gleichzeitig etwas für die Umwelt, indem wir Plastik einsparen.

 

Über mich:

Ich bin verheiratet und Mutter von 4 Kindern im Alter von 0 bis 13 Jahren. Meine Familie und ich wohnen seit 2014 auf dem Salzberg in Gemünd. Ich habe einen Bachelorabschluss in Englisch, Französisch und Bildungswissenschaften und absolviere zur Zeit ein Masterstudium in Sozialer Arbeit (Fernstudium). Ich bin beruflich im Schleidener Stadtgebiet tätig (zur Zeit in Elternzeit).

 

Meine Beweggründe für die Kandidatur im Schleidener Stadtrat:

Als junge Mutter ist es mir wichtig, über die Belange von Familien im Stadtgebiet mitzuentscheiden. Der Stadtrat kann ein wenig „frischen Wind“ gut gebrauchen. Ich kann mich in viele Situationen hineinversetzen und die Wünsche anderer Familien verstehen und mein Bestes geben, diese im Stadtrat auch umzusetzen.

Zudem braucht es Ideen, um Schleiden und seine Ortsteile für potentiell hinzuziehende Familien attraktiv zu gestalten. Ein Ausbau an Freizeitangeboten gehört unbedingt dazu. Ein Beispiel dafür sind neue Spiel- oder Mehrgenerationenplätze, wie es zur Zeit auf dem Salzberg geplant wird. Dabei ist es für mich jedoch unabdingbar, dass die Stadt die Pflege und Instandhaltung der Plätze übernimmt und diese nicht an die Eltern abgibt, so wie es zur Zeit teilweise geschieht.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Organisation einer Ferienbetreuung während der Schulferien. Berufstätige Eltern werden zur Zeit im Regen stehengelassen. Dies muss sich ändern!

 

An euren Ideen, Wünsche, Meinungen und Anregungen bin ich (und die gesamten Schleidener Grünen) sehr interessiert, denn ich möchte umsetzen, was Familien in Schleiden bewegt.

Nach oben

URL:http://gruene-schleiden.de/kommunalwahl-2020/unsere-kandidatinnen-2020/