Stadtspaziergang zum Thema Barrierefreiheit in Schleiden

Bei tollem Wetter fand am 21.03.26 in Schleiden der erste Stadtspaziergang statt. Bürgerinnen, auch mit Kindern und Freundinnen des Ortsverbands der Grünen haben an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet und Straßenverkehr in Schleiden geschaut, ob sich mobilitätseingeschränkte Menschen genauso ungehindert bewegen können wie Personen ohne Einschränkungen. Schließlich sollten alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, sich möglichst ungehindert in einer Stadt bewegen zu können um die gleiche Teilhabe an politischen, kulturellen und sonstigen Veranstaltungen zu haben. Auch Einkaufen o.ä. sollte für mobilitätseingeschränkte Menschen kein Problem sein.

Vorab waren wir in einem sehr konstruktiven Austausch mit dem Behindertenrat der Stadt Schleiden. Dieser konnte uns von eigenen Erfahrungen bezüglich fehlender Barrierefreiheit im Stadtgebiet berichten aber auch Beispiele nennen, wo Verbesserungen der Zugänglichkeiten durch Anregungen der Bürger:innen erfolgt sind. Der Behindertenrat der Stadt Schleiden setzt sich für die Belange von Menschen mit Einschränkungen ein und bringt praktische Erfahrungen aus dem Alltag in kommunale Themen ein. Ziel ist es, Barrieren sichtbar zu machen und Lösungen im Austausch mit Verwaltung und Politik zu entwickeln.

Ein Rollstuhlfahrer und eine Großmutter mit Enkel im Kinderwagen konnten verschiedene Stellen in Schleiden testen und mussten feststellen, dass das längst nicht überall der Fall ist. Es wurde bei vielen Umbaumaßnahmen gerade nach der Flut gut nachgebessert, vor allem im Einzelhandel und auch der Post. Rampen, behindertengerechte Türen wurden eingebaut. Aber an vielen Stellen, gerade im Straßenverkehr brauchen noch Nachbesserungen. Stolperfallen, ungünstiger Bodenbeläge, Kanten, etc. zwingen Bürger*innen mit Mobilitätseinschränkungen oder Eltern mit Kinderwagen zu Umwegen oder riskanten Manövern.

Diese Rampe ist für Rollstuhlfahrer*innen leider viel zu steil.

Hier befindet sich einer der wenigen Übergänge, die auch für Blinde geeignet sind.

Ein aus unserer Sicht sehr positives Beispiel: Eingang mit Rampe, Automatiktür und im Innenbereich gibt es eine Toilette für Menschen mit Behinderung.

Der Bürgersteig ist hier unterbrochen. Der Schotter ist für Rollstuhlfahrende nicht passierbar.
Aber: Diese Stelle wird noch ausgebessert.

Dieser Eingang sieht erstmal nicht barrierefrei aus, allerdings ist es möglich, im Geschäft nach einer Rampe zu fragen.

Folgende Punkte im Stadtgebiet wurden konkret angeschaut:

  • Brücke am alten Rathaus: hier wird gerade gebaut. Vor allem die Zugänge zu den Restaurants. Allerdings ist der Bürgersteig kaum begehbar, os dass Personen auf die Straße ausweichen müssen.
  • Geschäfte Innenstadt: hier ist nach der Flut bereits einiges geschehen (sehr positiv die Rampe zur Post), aber noch nicht überall. Teilweise sind die Geschäfte nicht ebenerdig.
  • Alte Rentei: Zugang für Rollstuhlfahrer ist nicht möglich.
  • Brücke an der ev. Kirche: Auch hier ist der Bürgersteig eine Stolperfalle.
  • Weg zum Spielplatz/Park an der Olef: der Weg ist viel zu steil und lässt sich mit dem Rollstuhl nicht alleine bewältigen.
  • Spielplatz im Park: es befinden sich dort keine Spielgeräte für mobilitätseingeschränkte Kinder.
  • Fußgängerbrücke Olef (Poensgenstr.): Rampe und Weg sind viel zu steil und alleine für Rollstuhlfahrer*innen nicht zu bewältigen.

Haben Sie im Stadtgebiet auch noch Stellen oder Bereiche im Kopf, die für mobilitätseingeschränkte Menschen nicht oder zumindest nicht alleine zu meistern sind? Dann wenden Sie sich an den Behindertenrat der Stadt Schleiden.https://www.schleiden.de/rathaus/buergerservice/soziales/behindertenbeirat/

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